hab mal eine frage. habe von zwei verlagen die rückmeldung, dass sie an meinem manuskript interessiert sind.
verlag 1 (standort wien und münchen) hat bislang nur interesse gezeigt und das manuskrpt hat das lektorat "bestanden", befindet sich jetzt noch in der intensiven prüfung und im meeting mit dem verleger. dieser verlag kündigt an, zwar ggf. einen kostenanteil mir zu überlassen, das aber auch von autor zu autor, mit berücksichtigung der situation, anders ausfällt.
verlag 2 hat sich mir mit einer kostenbeteiligung von 950 € eine verlegung angeboten. das kann ich eh nicht bezahlen....muss ich zurückschreiben oder schicken die eh jedem dieses angebot und ich kann mir das sparen???
was ist das so wert ist und wie ist das einzuschätzen? hab das erste manuskript eingesandt in meinem leben, wie ist damit umzugehen? worauf muss ich achten.
Ich will nun keine negativen Meldungen verbreiten, liebe Anna pass bitte genau auf. 1. Die Verlage werden heute von Manuskripten, meistens digital zugeschüttet. Ein Verleger hat mir mal gesagt, das sie Manuskripte kaum noch lesen. 2. Bist Du schon berühmt und hast einen Namen, sind die Verlage großzügiger, weil sie dich als Werbeikone nutzen können. 3. Die meisten Verlage fordern eine Autoren-Selbstbeteiligung. Die kann auch schon einmal zwischen 4000 und 6000 € liegen. Das sind Wucherpreise. Weil jeder Autor gerne sein eigenes Buch in der Hand halten will,zahlen die Autoren gerne. Die Verlage reiben sich die Hände. 4. Bücher verkaufen kannst Du nur, wenn Du selbst aktiv wirst. Lesungen - Events - usw. Sonst gibt es sehr viele Bücher auf dem Markt, die sich alle schwer tun. 5. Wenn Du Glück hast und ein großer Verlag hat Dich unter Vertrag genommen und Du hast bezahlt, dann kannst Du vielleicht auf der Bücherliste erscheinen - ein Buch von vielen. 6. Darum achte stets auf das Geld - auf die Kosten beim Verlag. Detaillierte Infos kann Dir auch Alexandra geben. Die Kostenbeteiligung von 950 € ist dabei noch das kleinere Übel.Frag mal nach, was Du dafür bekommst. In der Computertechnik lassen sich heute Bücher kostengünstiger herstellen, auch mit einer ISBN-Nummer. Dann liegt es an Deiner Initiative oder innerhalb eines unterstützenden Forums, wie stark Du die Bücher verkaufen kannst und wie schnell Dein Bekanntheitsgrad steigt. Ich kann nur sagen: pass auf !
an jedem Tag in meinem Leben - will ich dir ein Lächeln geben
vielen dank lieber bernd!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ich hatte mir schon sowas gedacht, deswegen frage ich ja. bin recht unerfahren. habe bislang nur publikationen selbst drucken lassen bzw. das layout/lektorat für kleine vereine hier in der gegend etc. übernommen, aber keine erfahrung mit verlagen (außer die von meinem chef und das sind seine wissenschaftlichen pubs...ist ja auch nochmal was anderes.... berühmt werden will ich eigentlich nicht, nur die chance, dass menschen die sachen lesen könnten wäre super...
um die eigeninitiative mach ich mir eigentlich keine sorgen...beginne ab april mit regionalen, kleinen lesungen, kenne mich und würde bestimmt - wenn - gerne viel darein investieren (versuchen) .
das was du mir schreibst, haben mir beide verlage auch direkt geschickt: die schwierigkeit auf dem buchmarkt, keine erfolgsgarantie etc. beide verlage versprechen es europaweit auf die buchmessen zu bringen, eine pressekampagne, layouting, ISBN usw. wenn sie sich denn entscheiden- der eine hat es getan, mir geschrieben, dass ich 10% aus dem verkauf bekommen würde und dann noch den hinweis zum "bibliothekstantiem"
In Antwort auf:um die eigeninitiative mach ich mir eigentlich keine sorgen...beginne ab april mit regionalen, kleinen lesungen, kenne mich und würde bestimmt - wenn - gerne viel darein investieren (versuchen)
Genau das ist es. Ein schönes eigenes Buch ist schnell und preisgünstig zu realisieren. Sprich mit Alexandra, die kann Dir die Produktionskosten ausrechnen. Ich mache immer folgende Rechnung auf: Buch-Verkaufspreis ca.10 € bei Abnahme von 50 Bücher Mini-Erstauflage = 500 € Alles inclusive,einschl.ISBN.Nr.: Da Du die Bücher gekauft hast, gehört der komplette Verkaufspreis Dir. So kannst Du durch den Verkauf Deine Produktionskosten reduzieren bis auf 0, wenn Du alle verkauft hast. Nachdruck innerhalb einer Woche möglich. Ist das Buch im Verkaufspreis höher,dann natürlich 50x aktuellen Verkaufspreis.
an jedem Tag in meinem Leben - will ich dir ein Lächeln geben
Ach Anna - Das verstehe ich natürlich. Schau mal,der Detlef Heublein hat anlässlich einer Lesung, 10 Bücher sehr geschickt selbst gemacht. Titel und Rückseite mit Spezialglasierung und dann mit so einer Spiralmaschine geheftet. Auf einer Lesung,ich war dabei,hat er seine Werke auf den Büchertisch gelegt für 5 € pro Stück. In der Pause waren die alle weg. 10 Bücher haben die anderen nicht verkauft.
an jedem Tag in meinem Leben - will ich dir ein Lächeln geben
da hab ich jetzt auch schon drei in auftrag gegeben. bei der druckerei von meinem chef. sogar mit leimbindung. kriegen meine beiden besten freundinnen zu geburtstag (anekdote: haben den beiden damals beim abi versprochen, dass ich das erste buch mit 24 veröffentliche... wenn auch selbst produziert, das hab ich geschaft
es waren nur 9 Bücher, lieber Bernd - ich war aber selbst überrascht, dass die alle weg waren
Ich würde bei diesen Preisen auch kein Buch schreiben wollen - es gibt sogenannte Zuschuss-Verlage, die an den Autoren ihr Geld verdienen - wie es dann weitergeht, ist ihnen relativ egal - ihr Geld haben sie bereits verdient.
Das Angebot, was Bernd erläutert hat, ist hingegen ziemlich fair - die Zuschusskosten liegen faktisch bei Null. Du musst die Bücher natürlich auch verkaufen können, die du dann zu Hause liegen hast - dafür eigenen sich Lesungen am Besten. Du kannst natürlich recht preiswert selbst Bücher binden, um die Resonanz zu testen - solltest du dich dafür entscheiden, ein "richtiges" Buch zu schreiben, hättest du die Möglichkeit evtl. über die beiden Partnerverlage unseres Forums - ein günstigeres Angebot, als bei der Variante, die Bernd erläutert hat, wirst du kaum finden.
da kann ich dir auch nur sagen: Finger weg. Mir ging es genau wie dir, ich habe mittlerweile Zusagen von drei Verlagen, aber alle wollen kassieren. Der erste Verlag wollte unter 1000 €, der zweite Verlag hatte es gestaffelt bis hoch zu 8000 € - und der dritte sagte mir zu, unter Kostenbeteiligung und wollte mir, bei Bedarf, ein Angebot schicken. Auf dieses Angebot habe ich verzichtet, weil 2 Erfahrungen vorher. Ich habe allen dreien abgeschrieben und um die Rücksendung meiner Manuskripte gebeten (frankierten Rückumschlag hatte ich beigelegt).
Es geht wohl nur so, wie Bernd (der mir damals übrigens sehr mit Rat zu Hilfe kam) dir auch schon geschrieben hat. Ich lasse mich auf keinen Fall auf solche Kosten ein.
Übrigens, diese Idee mit dem selbst erstellten Buch finde ich super, ist ein paar Gedanken wert.
Liebe Grüße sende ich dir!
Eleonore
Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen - ein Ozean. (Sir Isaac Newton)
Wie wäre es da zum Beispiel mit dem Wochenende 16. bis 18 Mai hier bei mir in Kelmis. Große Lesung, großer Büchertisch. Wenn du interessiert sein solltest, schau mal bitte in diesen Thread hier rein: