Das war vielleicht eine Erleichterung, dass Erwin wieder aufgetaucht ist. Wie sollte er sonst zum Nordpol zurückkommen? Kaum vorstellbar, dass er all sein Zauberpulver zurückhalten müsste, nur um wieder zum Nordpol zu kommen. Niko schlief seelenruhig in seinem Bettchen und träumte von einem dichten Wald, in dem sich sein Rentier wohlfühlt. Er sah es fröhlich und glücklich umherspringen. Das erwärmte sein Wichtelherz mitten im Schlaf. Jedoch ganz frühen morgens draußen war noch finstere Nacht hatte, sich Niko im Wald gemütlich gemacht. Er gönnte sich einen warmen Tee. Für Ravi steckte er etwas zum Naschen in den Briefkasten. Aus dem er zuvor zwei Gummibärchen holte. Welche Ravi für ihn dort versteckt hatte.
Im Haus wurde gewerkelt, doch das störte Niko und das erschöpfte Rentier keineswegs. Sie schliefen tief und fest. Nicht einmal der Staubsauger konnte sie wecken. Denn an dieses Geräusch hatten sie sich schon gewöhnt.
Oma schälte ein paar Möhrchen in der Küche, da stibitzte Ravi ihr gleich zwei, auf einmal. Die eine für sich und die andere für Erwin. „Du Schlingel“, rief sie ihm lachend hinterher, der mit einem schelmischen Blick zu Niko eilte. Dort legte er die kleinere der beiden Möhren ab und knabberte genüsslich an der anderen Möhre und träumte vor sich hin.
Vielleicht stellte sich Ravi vor, mit Erwin und Niko gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen, zu plauschen und einfach Spaß zu haben. Just in diesen Moment trat Opa zu ihm und beobachtete Ravi einen kleinen Augenblick. Ravi schaute sich erschrocken um, obwohl er nichts gemacht hatte. Doch Opa lächelte und bat Ravi ihm zu helfen. Im Garten ist ein morscher Baum umgefallen Ravi, magst du mir helfen? Und die kleineren Äste aufsammeln. Dann können wir am Abend ein Lagerfeuer machen. Ravi schaut Opa fragend an, ob er meine Gedanken lesen kann. Doch da fügte Opa noch hinzu, ich glaube Oma hat noch ein paar Marshmallows die du dann genießen kannst. Oh ja Ravi war nicht mehr zu halten. Ruck zuck, war er warm angekleidet und half seinen Opa bei der Arbeit soweit es seine Kräfte erlaubten.
Opa nahm die schweren Äste, die er Tage zuvor gesägt hatte und Ravi all jene, die da abgebrochen im Gras lagen. Ein paar ganz kleine legte er extra. „Wofür sind diese denn?“, forschte Opa nach. Na die braucht doch Niko. „Ich denke die sind zu feucht geworden Ravi, da sie im Gras liegen. Die müssen wir erst trocknen. Aber ich habe im Schuppen ganz trockene für dein Niko“ „Oh ja, danke du bist der beste Opa“ dabei klammerte er sich an Opas Bein und drückte ihn innigst. In diesen Moment kam Oma mit einem Tablett in der Hand und sagte: "Pause ihr Schwerarbeiter, ich habe euch einen Kaffee und für dich einen warmen Kakao gemacht", dabei schaute sie Ravi an. "Ihr braucht was Warmes im Bauch, Huch ist ganz schön frisch hier draußen.“ fügte sich noch hinzu. Ihr müsst wissen, Oma hatte sich nur einen leichte dünne Jacke übergezogen.
Im Haus war es ganz still, nur Niko hatte sich im Bad ein Spaß gemacht. Den Ravi am Abend zuerst entdeckte, als er seine Zähne putzen wollte. Da hatte doch glatt die Zahnbürste ein Auge und am Spiegel schauten ihn weitere zwei Augen an. Ravi lachte so laut auf, das Oma gleich neben ihm stand und mitlachen musste. Gemeinsam zählten sie die Augen. Eines an der Zahnbürste und zwei am Spiegel sind drei Augen. "Deine, die du im Spiegel siehst, sind dann schon fünf Augen." Ravi zeigte auf Omas Augen, "mit meinen sind es dann sieben Augen. Doch nun putz dir bitte die Zähne!" bat sie ihren Enkelsohn. Ravi nahm die Zahncreme in die Hand und entdeckte noch ein Auge, welches sich versteckt hatte. "Nun sind es schon acht Augen", lachte Oma.
Müde und zufrieden schlief Ravi gleich ein, und Niko meldet sich morgen bestimmt wieder.
Foreninhaber und Administrator: Bernd Rosarius - Seitengestaltung Gabriella Dietrich
Forendesign: Lindi am 23.10.2022 - Copyright by Gabriella Dietrich
Forum online seit 09.06.2006