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Morgen,
huch
Habs gestern nicht mehr ins Forum geschafft und lese deswegen eure lieben Kommentare erst heute. Vielen Dank
Wie ich bereits sagt, es war so ein wenig 'just for fun' und deswegen hat es auch viel Spaß gemacht. Wir haben uns ein wenig Stress gemacht, weil wir es gerne vor Weihnachten geliefert bekommen wollten, damit wir es ahnungslosen Verwandten/Bekannten auf den Gabentisch legen können .
Zu deiner Frage Vera: ein ganz klares und eindeutiges jein! Den Großteil der Geschichten haben wir aus dem Fundus unserer früheren Werke genommen, obwohl ich das Meiste davon dann doch nochmal überarbeitet habe. Ich habe außerdem eine Geschichte zugesteuert, die ich vor einiger Zeit erfolglos bei einem Wettbewerb zu laufen hatte (Fantasy 2009 im Noel-Verlag, den kennst du ja auch). Auch über die bin ich nochmal mit spitzer Feder drüber gerutscht. Soweit so easy. Aber mein Ego ließ es nicht zu, dass ich nur bereits Geschriebenes beisteuere und so habe ich innerhalb von 14 Tagen noch eine 60Seiten-Novelle beigesteuert... und mir damit natürlich selbst Stress gemacht.  Ansonsten war das Durchsehen, Vorwort schreiben etc. natürlich hartes Brot, aber das gehört dazu. Und nach dem Absenden haben wir selbstverständlich noch einige Rechtschreibfehler entdeckt . Aber ohne Lektorat bekommt man es kaum besser hin, als Autor hat man einfach Scheuklappen auf. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht . Ich poste hier mal das Vorwort:
Lieber Leser! Wer hat schon gerne Angst? Die korrekte Antwort darauf lautet: Niemand! Und doch ist sie ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, denn ohne dieses unangenehme Gefühl, ohne pochendes Herz, Schweiß auf der Stirne und dem flatternden Bauchfell würden die menschliche Art wohl nicht mehr existieren. Ist es doch die Angst, die einen davor bewahrt, sich leichtsinnig und unbedenklich in Gefahren und Unglücke zu stürzen. Also brauchen wir manches Mal ein Stückchen Angst um unser Leben zu bewältigen, doch mögen wir sie nicht.
Stimmt das? Nicht ganz, ansonsten würde das Geschäft mit der Angst in Literatur und Film nicht seit Jahrzehnten boomen. Angst macht Spaß, kann zum Genuss werden, wenn es nur die Angst des Anderen, des Film- oder Romanhelden ist. Daher empfehlen die Autoren dieses Buches, nunmehr den Kamin anzufachen, den Cognac oder Single Malt nebst einigen Knabbereien bereitzustellen, die Pfeife zu stopfen und es sich dann mit den hier präsentierten Kurzgeschichten im nach altem Leder riechenden Lehnsessel zum Schein einer nicht zu hellen Stehlampe gemütlich zu machen.
Sie werden rasch feststellen, dass Sie es hier mit den Werken zweier durchaus unterschiedlicher Protagonisten der Spannungsliteratur zu tun haben.
Da ist zum einen Christian Pradel, der sich gerne und immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit jener schattigen Grenze zwischen Leben und Tod auseinandersetzt. Sie werden vermutlich nach der ersten Lektüre seiner Geschichten mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was der Sinn dieser oder jener Geschichte gewesen sein soll. Lassen Sie sich nicht irre machen, das ist durchaus beabsichtigt! Erst, wenn man den feinen, verborgenen Hinweisen nachspürt, welche Christian Pradel über die jeweilige Handlung verstreut hat, dann klickern nach und nach die kleinen Aha-Erlebnisse wie Perlen auf einen Silberteller und man denkt sich: Donnerwetter, darauf muss man erst mal kommen. Geschichten, so rätselhaft wie das dunkle Leben selbst.
Ganz anders geht Joachim Weiß zu Werke, der sich als waschechter Geschichtenerzähler versteht. Seinen Erzählungen vermag man in der Regel leichter zu folgen, was aber nicht bedeutet, dass es ihnen an einem tieferen Sinn und einer überraschenden Wendung am Ende mangeln sollte. Sein Metier ist es, eine ganz normale Situation zu nehmen und dem Leser vor Augen zu führen, dass man in den breit ausgefahrenen Gleisen des Alltages durch einen unvorhergesehenen Einfluss in furchterregende Situationen geraten kann. Selbst in antiken Städten.
Die Autoren hoffen, Sie sitzen nunmehr bequem, haben das Glas in der Hand und den würzigen Geruch von Cavendish-Tabak in der Nase. Das gedämpfte Licht scheint über Ihre Schulter auf diese Seiten und neben Ihnen wärmt der Kamin.
Ihnen wird jetzt die Tür geöffnet zu Schattenwelten, belagerten Häusern, archaischen Städten und sogar in die Weite des kalten, unbelebten Weltalls. Auch dort kann man der Angst begegnen. Möge es nicht die Ihre sein...
Mal sehen, wie es läuft. Liebe Grüße Marz
Der Hobby-Autor lebt nicht von seiner Schreibe, sondern von seinen Träumen.
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