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 Publikationen
Rügenrabe

05.04.2008 15:27
Mein erstes Gedichtsbuch Zitat · antworten
Titel: Melancholie auf Rügen
Autor: Horst Husner

Verlag: BS-VERLAG-ROSTOCK,
ISBN: 978-3-89954-226-4
Seiten: 80
Preis: 8,70 €

Klappentext:

Es sind Gedichte welche mit einem Hauch Melancholie die Mentalität der Insel Rügen erahnen lassen.

Hir drei wahllos ausgesuchte Gedichte aus dem Buch.
Sollten diese gefallen ,gefällt dem Betrachter ohne Ausnahme das ganze Werk.



FRISCHER MORGEN

Traumhaft schön
seh ich am Morgen
die Sonne aufgehn
hier am Ostseestrand,
die Möwen schreien
und fliegen umher
oder sitzen
an der Wasserkant.

Wellen plätschern
sanft ans Ufer,
die See
lässt sie gewähren,
doch fordert sie
von ihren Vasallen,
dass sie üppig
sich vermehren.

Die Nebelschwaden,
welche ziehn
ganz dicht
übers Gewässer,
sie scheinen
vor dem Licht zu fliehen,
es ist für sie wohl besser.

Der Wind am Strand,
er streichelt sacht
die Dünen und den Strauch,
doch manchmal versucht er,
mich zu necken,
nun ja,
dann lasse ich ihn auch.



NÄCHTLICHES PANORAMA

Spät habe ich mich noch aufgemacht,
zu wandern am Proraer Strand,
die Ostsee war ruhig,
der Himmel so klar,
da konnte ich sehen
das Sassnitzer Land.

Viele Lichter
tanzten dort hin und her,
hell erleuchtet war dessen Hafen,
große Boote lagen am Kai so schwer,
die Stadt selber,
schien wohl zu schlafen.

Doch ihr feuriges Funkeln
faszinierte mich,
auch sich das Spiegeln
in der nächtlichen See,
denn aus der Ferne sah aus,
jene kleine Hafenstadt,
prachtvoll und schön,
so wie ein Collier.



ABENDSTIMMUNG

Wenn der Mond am späten Abend
erst auf die Kirchuhr scheint
und ich kann sehen
deren goldenes Ziffernblatt,
dann hat der Tag sich allmählich
mit der Nacht vereint,
und der Schlaf fällt ein in die Stadt.

Nun kuscheln zusammen,
die sich lieben und so,
wer jetzt noch einsam ist,
versinkt in Träume,
der Herbstwind spielt
mit den Blättern in den Straßen,
und es rauschen ihm zu Willen die Bäume.

Das Feuer im Kamin
erhellt mein Zimmer,
ich lese ein Buch
und genieße die Wärme,
doch hin und wieder
schaue ich auch zum Fenster hinaus,
seh` dann die Lichter der Stadt
und die Sterne.


Tschüß und macht’s gut.

Horst Husner

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