Es sind Gedichte welche mit einem Hauch Melancholie die Mentalität der Insel Rügen erahnen lassen.
Hir drei wahllos ausgesuchte Gedichte aus dem Buch. Sollten diese gefallen ,gefällt dem Betrachter ohne Ausnahme das ganze Werk.
FRISCHER MORGEN
Traumhaft schön seh ich am Morgen die Sonne aufgehn hier am Ostseestrand, die Möwen schreien und fliegen umher oder sitzen an der Wasserkant.
Wellen plätschern sanft ans Ufer, die See lässt sie gewähren, doch fordert sie von ihren Vasallen, dass sie üppig sich vermehren.
Die Nebelschwaden, welche ziehn ganz dicht übers Gewässer, sie scheinen vor dem Licht zu fliehen, es ist für sie wohl besser.
Der Wind am Strand, er streichelt sacht die Dünen und den Strauch, doch manchmal versucht er, mich zu necken, nun ja, dann lasse ich ihn auch.
NÄCHTLICHES PANORAMA
Spät habe ich mich noch aufgemacht, zu wandern am Proraer Strand, die Ostsee war ruhig, der Himmel so klar, da konnte ich sehen das Sassnitzer Land.
Viele Lichter tanzten dort hin und her, hell erleuchtet war dessen Hafen, große Boote lagen am Kai so schwer, die Stadt selber, schien wohl zu schlafen.
Doch ihr feuriges Funkeln faszinierte mich, auch sich das Spiegeln in der nächtlichen See, denn aus der Ferne sah aus, jene kleine Hafenstadt, prachtvoll und schön, so wie ein Collier.
ABENDSTIMMUNG
Wenn der Mond am späten Abend erst auf die Kirchuhr scheint und ich kann sehen deren goldenes Ziffernblatt, dann hat der Tag sich allmählich mit der Nacht vereint, und der Schlaf fällt ein in die Stadt.
Nun kuscheln zusammen, die sich lieben und so, wer jetzt noch einsam ist, versinkt in Träume, der Herbstwind spielt mit den Blättern in den Straßen, und es rauschen ihm zu Willen die Bäume.
Das Feuer im Kamin erhellt mein Zimmer, ich lese ein Buch und genieße die Wärme, doch hin und wieder schaue ich auch zum Fenster hinaus, seh` dann die Lichter der Stadt und die Sterne.
Tschüß und macht’s gut.
Horst Husner
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