Ich, Amariel, einst Göttin der Liebe, verlor meinen Leib im Sturm der Sterne. Doch mein Herz, brennend wie ein Kelch aus Gold, liegt nun am Himmel, für euch entflammt. Ich bin die Sonne, die euch wärmt, ich streue Licht wie Rosenblätter über Felder, ich lege Glut auf eure Lippen, auf dass ihr euch küsst und erinnert: Liebe ist das erste und letzte Wort.
Und ich, Elyon, einst Gott der Hoffnung, zerbarst in Scherben von Wasser und Atem. Ich fiel in Tropfen, millionenfach, und meine Sehnsucht rann in die Erde. Ich bin der Regen, der euch nährt, ich bin der Wind, der eure Segel füllt, ich singe in Zweigen, ich tanze auf Dächern, und meine Stimme spricht: Hoffnung kehrt zurück mit jedem Morgen.
O Amariel, du Sonne meiner Ewigkeit, wenn ich auf die Erde sinke, und meine Tropfen kühlend dein Feuer berühren, dann ist das unser Kuss – kurz, zart, ein Regenbogen, aufgespannt zwischen Himmel und Herz.
O Elyon, mein Wind, mein Wasser, wenn du über die Meere streifst, und meine Strahlen auf die Wogen wirfst, dann leuchtet unser Tanz im Glitzern der Flut. Und wenn du nachts das Gras mit Tau benetzt, erwärme ich jede Perle von innen, damit selbst im Dunkel das Licht nicht stirbt.
Wir beide, einst Götter, nun zersplittert in Welt und Atem, lieben uns in jeder Stunde. Ich bin das Feuer am Morgen, du bist der Schleier des Abends. Ich hebe die Blume, du tränkst ihre Wurzel. Ich schenke den Menschen den Traum der Nähe, du schenkst ihnen den Mut, ihn zu suchen.
Hört ihr es, Sterbliche? Jeder Sonnenstrahl, der euch streift, trägt meine Sehnsucht in euer Herz. Jeder Tropfen, der eure Haut berührt, trägt seine Hoffnung in eure Seele. So lebt ihr nicht allein – ihr lebt in uns, und wir in euch.
Und wenn die Jahrhunderte fallen wie welke Blätter vom Baum der Zeit, werden wir noch immer da sein: Ich im goldenen Atem des Tages, du im kühlen Gesang der Winde. Und unser Gelübde, einst gesprochen unter der Schwelle des ersten Sterns, wird weiterglühen, weiterflüstern, solange Sonne und Regen sich in Regenbögen begegnen.
Denn kein Tod kann trennen, was Liebe erschuf. Und keine Stille kann ersticken, was Hoffnung singt.
Wir sind Sonne und Regen – ewig Liebende, ewig Hüter, ewig vereint.
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