Unbemerkt wischte Ravi sich die Hand ab, ohne eine Bedeutung zu geben. Niko atmete auf, Glück gehabt und verschwand hinter der Wichteltür.
Das Heimweh und die Vorfreude stieg stündlich bei Niko, endlich mit seinen Gleichgesinnten wieder zusammen zu sein. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn Niko hat wahrlich viel Freude verspürt seine kleine Späße hier im Kreise der Großeltern zu spielen. Da war das Chaos mit der Toilettenrolle im Bad, wie lustig das Papier von der Rolle tanzte und zu Boden fiel. Niko konnte sich gar nicht satt sehen an dem tanzenden Papier, da war das letzte Stück Papier schon zu Boden gefallen. Das lustige Toilettenmonster und Ravis herzhaftes Lachen dazu. Nikos Herz schlug auffallend vor Freude höher, da es mehrfach geschneit hat. Was haben sie gemeinsam gelacht bei der Schneeballschlacht. Selbst Ravi nutzte die Gelegenheit und erfreute sich daran, mit Oma und Opa eine kleine Schneeballschlacht im Wohnzimmer zu machen. Die Fete war ebenfalls ein bleibendes Erlebnis bei Ravi, das er die auf den Boden liegenden Kissen Nutze und sich darauf ebenfalls herzhaft vergnügte. Einfach nur Kind sein und sich glücklich fühlen, das erfreute Niko besonders.
Zugegeben, sich einfach mit hinausschleichen und in der Kapuze von Ravis Jacke zu hüpfen war sehr gewagt. Da war die Schlittenfahrt mit dem Opa am Nachmittag ein reines Vergnügen. Auch, wenn mich da ein Schneeball frösteln ließ. Am Vormittags, ich hab's euch noch gar nicht erzählt, ist Ravi mit seinen Schlitten umgefallen und ich bin fast aus der Kapuze geschleudert worden. Gar nicht auszudenken, wie ich mich wieder zurückgefunden hätte. Da in der Nähe ein großer Hund wohnt. Glaubt mir bitte, er war hundertmal größer wie ich. Es waren ja nur zwei Tage Schnee und so üppig viel war er ja nun auch nicht. Doch für einen Schneeengel hat es allemal gereicht. Das war für Ravi Freude pur, mit Oma gemeinsam im Schnee zu wälzen und jeder einen Schneeengel zu machen, obwohl ich dachte ich werde zerdrückt. Ich konnte gerade noch so ausweichen und mich in eine Ecke drücken, um nicht den harten Boden zu fühlen.
Am Beeindruckendsten fand ich, dass Ravi kein einziges Mal seine Großeltern fragte, ob er das Überraschungsei essen darf. Er streute das Zauberpulver selbstverständlich drüber und wartete den ganzen Tag und die folgende Nacht geduldig ab. Dafür gebührt ihm ein großer Wichtel Respekt. Allein dafür freue ich mich schon aufs nächste Jahr ihn durch die Adventszeit begleiten zu können.
Auch ich hatte in diesem Jahr reichlich Abenteuer. Das Fernbleiben von meinem Rentier Erwin ließ mich Nachts kaum schlafen. Die Suchaktion nach dem Krokodile ging Dank Ravis Einsatz ja auch noch mal gut aus. Sicher habe ich gar nicht alles erwähnt, kurz gesagt, es war einfach so schön hier, dass ich gern Gast bei Ravis Großeltern war.
Der ersten persönlichen Sachen gehen heut´ Nacht auf die Reise in den Nordpol. Ob Morgen noch etwas Aufregendes passiert werden wir sehen.
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