Hier präsentieren wir Euch die Perlen der Woche vom Monat Juni 2021, welche von Euch ausgesucht wurden. Daraus möchten wir nun das Werk des Monats erküren, wie immer ohne Erwähnung des Namens. Bitte seht Euch die Werke an und wählt das für Euch Schönste aus, es ist nur 1 Antwort möglich, Gäste können sich nicht beteiligen.
Bis zum 27. Juni 2021 habt Ihr Zeit, Eure Wahl vorzunehmen, bis dahin sollten wir einen eindeutigen Sieger ermittelt haben, auch die beiden Admins dürfen mitwählen.
1. Das Bootshaus
Den Steg hinunter, am Boot vorbei, rechts herum und geradeaus.
Da steht das Bootshaus. Seit Jahren schon.
Um die Bohlen schmatzt das Wasser. Und überall flüstert das Schilf.
Die Türe klemmt, Sie knarrt beim Öffnen.
Wie schweres braunes Gewebe hängt das Licht durch den Raum. Die Dielen ächzen bei jedem Schritt.
Viel Zeit vergangen seit dem letzten Mal.
Es riecht nach Fisch. Es erinnert an eine Liebe, die heimlich und verboten war.
Überall sitzt Staub erhaben und grau
Sonne drängt durch die Ritzen der Läden. Malt leuchtend Steifen über den Staub
Spinnweben verfangen sich in meinem Haar.
Am Boot vorbei. den Steg hinauf Der Wind zupft Spinnweben aus meinem Haar.
2. Sich Zeit nehmen
Ständig hört man auf dieser Welt, dass man noch viel zu schaffen hat, denn Zeit sei wertvoller als Geld, die Ruhe findet später statt.
Man muss die Lebenszeit nutzen, damit das Dasein sich auch lohnt, dem Müßiggang sollte man trutzen, weil nur die Faulheit in ihm wohnt.
Drum jagt man und ist am Hasten, flitzt im Laufschritt durch die Jahre, gönnt sich kein Ruhen, kein Rasten, von der Wiege bis zur Bahre.
Doch mancher merkt am Ende, nach all dem Mühen und Stressen, in seiner Lebensrückblende, dass er's Leben, hat vergessen.
Man war immer nur am Rennen, für Anseh'n, Reichtum, Ruhm und Geld, doch am Schluss muss man erkennen, alles bleibt zurück - auf dieser Welt.
Drum - sich Zeit nehmen im Leben, sinnen, was man damit anfängt, denn die Zeit, die uns gegeben, ist viel, viel kürzer, als man denkt.
3. Der Weg
Der Lebensweg! Das ist ganz klar, er ist nicht immer leicht. Doch irgendwann, das gilt für alle, ist das Ziel erreicht.
Niemand kennt sie! Seine Strecke, doch der Start wird mit entscheiden. Ob der Weg Spaziergang wird, oder ob wir leiden.
Ein jeder muss die Strecke geh'n, egal wie seine Chance. Doch die, die wanken auf dem Weg, verlieren die Balance.
Den einen, hilft ihr Platz beim Start, den andern hilft der Wille. Für die einen, ist die Hoffnung, für die andern, Geld die Pille.
Doch nur jene, die den Lebensweg, auf gerader Linie geh'n. Werden am Ende ihrer Tour, das Licht der Liebe seh'n!
4. Ich bedaure es so sehr
Damals, so weit von Daheim wollte ich nicht mehr weiter geh'n, war so oft mutlos und allein, konnt' nicht mehr nach Vorne seh'n.
Als ich ganz weit unten war hast du mir deine Kraft gegeben. Du warst immer für mich da und brachtest mich zurück ins Leben.
Du warst für mich ein großes Glück weit weg von meinen Lieben. Jetzt sind wir schon so lang zurück Erinnerung ist noch geblieben.
Heut klopf ich laut an deine Tür nach langen Reisetagen weil ich den großen Wunsch verspür' dir endlich Dank zu sagen.
Doch leider bleibt die Türe dicht, ich klopfe also nebenan. Mein Freund antwortet mir nicht, sag ich dem alten Mann.
Arndt ist leider krank gewesen und dann schnell schwach geworden, Er ist davon nicht mehr genesen, und einsam dann verstorben.
Wie mit einem breiten Schwert durchsticht es meine Glieder. Ich bin zu spät zurückgekehrt, ich seh ihn nie mehr wieder.
„Du warst da in schwerer Zeit, doch ich war nicht bei dir. Stand nicht am Sterbebett bereit, ich schäme mich dafür.“ - Zögernd geh ich an dein Grab die Beine woll'n nicht mehr - „Ich hab dich leider nie umarmt und das bedaure ich heut sehr“.
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