Einen Tag für MutterMutter wollte nicht den (Mutter)Tag.Sie wollte, dass man an sie denkt,wenn man es von Herzen mag,und ihr dann Beachtung schenkt. Ich kenne sie doch ganz genau,und greife schnell zum Telefon.Sie lebt allein, die alte Frau.Sie hat nur mich, den fernen Sohn. „Mutter sag, wie geht es dir?"Ich schüttele mein karges Haupt,was für Nonsens erzähl ich hier,Floskeln sind heut nicht erlaubt. Mutter geht es auch nicht gut,doch wird sie niemals klagen.Im Gegenteil sie macht mir Mut,die Wahrheit wird sie mir nicht sagen. Sie spricht nicht gerne über sich.„Wie geht es Dir mein lieber Junge,du weißt es doch, ich hab nur dich,achte strikt auf Herz und Lunge“. Ich halt den Hörer in der Hand,und es schlägt mir mein Gewissen.Ich sehe ihr Bildnis an der Wand,ich hätte zu ihr fahren müssen. „Mach dir bitte keine Sorgen,ruft sie mir noch leise zu.Genieße doch den schönen Morgen,und komme endlich mal zur Ruh.“ Mutter macht es mir sehr leicht,sie gibt mir deutlich das Gefühl,dass ein Gespräch schon völlig reicht,schon meine Stimme gibt ihr viel. Muttertag den mag sie nicht.Auch nicht einen Blumenstrauß.Sie mag lieber ein Gedicht,das schicke ich heut noch hinaus.© BR
Das ist ein sehr schönes Liebes Gedicht, an Deine Mutter Vom Günter
... und es wird sie erreichen, dein schönes Gedicht - und deine Mutter wird sich darüber freuen,denn du hast sie in liebevoller Erinnerung. Liebe Grüße, Eleonore