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Im Auftrag von Marlen
Unerwartete Reiseerlebnisse!
Während unseren Israel Urlaub, wollten wir fünf Tage Kairo besuchen. Wir waren eine internationale Reisegruppe von neun Personen. Da wir zu Fuß mit dem Gepäck über die Grenze von Israel nach Ägypten gehen mussten, uns keiner half weil wir kein Arabisch verstanden, sind wir in den falschen Bus unwissentlich eingestiegen. Wir waren deswegen nicht im Sheraton Hotel in Kairo angekommen wo wir angemeldet waren, sondern irrtümlich im Hotel Amman wo keiner was mit uns anzufangen wusste. An der Rezeption verursachte unser Erscheinen nur große Überraschung. Nach langer teils erregter Diskussion gab man uns doch den Zimmerschlüssel, aber dass wir nicht willkommen waren war eindeutig. Am nächsten Morgen stellte sich eine Ägypterin hochschwanger vor, immerhin sprach sie Englisch. Stolz führte sie uns durch die Slums von Kairo was eigentlich sonst kein Tourist besuchen darf. Nach fünf Tagen stand dieser schrecklich stinkende Bus wieder vor unserem Hotel um uns nach Elat zurück zu bringen. Es ging den gleichen Weg zurück durch die Sinai-Wüste. Auf einmal blieb der Bus stehen, der Motor setzte aus. Die Ölpumpe war defekt. Nach einer Stunde nervenaufreibender Wartezeit atmeten wir auf, der Fahrer hatte den Schaden repariert. Nach etlichen Kilometern erneut ein Halt, wieder ein Defekt am Bus. Der Fahrer lag unter dem ölverschmierten Bus, wir aber flüchteten in das heiße Businnere, weil ein wütender Sandsturm uns bald verschluckt hätte. Einer aus unserer Gruppe sagte: ,,Hier werden wir wohl lebend begraben!“ Wir steigerten uns in einer stummen Hysterie. Wir alle dachten das gleiche. Wir werden verhungern, und was noch schlimmer ist verdursten, unsere Blicke sprachen Bände. Nach endlos langem Warten sprang der Bus plötzlich wieder an. Zu unserer grenzenlosen Erleichterung näherten wir uns der ägyptisch Israelischen Grenzstation und sahen Israel in der Ferne. Zum dritten Mal streikte der Bus. Unsere Wasservorräte waren zuende. Wir malten uns aus, zu Fuß die Strecke durch die Wüste laufen zu müssen. Wir wussten nur eines, das würde keiner von uns mehr schaffen. Doch, oh Wunder, der Bus hatte ein Einsehen mit uns, wir kamen doch noch mit den Nerven am Ende in Israel an. Ein Israeli half uns und verständigte die Reisegesellschaft. Es ging nun rasch, und eine sichtlich erleichterte Reiseleiterin nahm uns in Empfang. Wir waren für die Reisegesellschaft fünf Tage verschollen. Sie berichtete dass uns ein Bus erwartet hätte, der Fahrer uns aber nicht gefunden hat. Sie hatte im Sheraton Hotel in Kairo nachgefragt, wo wir angemeldet waren. Doch auch dort erhielt sie keine Bestätigung über die Ankunft einer Gruppe von neun Europäern. Endlich war unser Horror Trip zu Ende. Ich selbst war noch einen Monat nach dieser Reise arbeitsunfähig, stand nur noch unter Schock. Das alles zu schreiben hat mir sehr geholfen.
© Marlen Schäfer
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