bis hierher wurden die Gedanken "Liebe", in unserer Box Weisheiten der Woche präsentiert Das Forum ist wieder geöffnet, um neue Gedanken zu platzieren.
Es ist nicht die Liebe die bisweilen eine Enttäuschung ist enttäuscht werden nur die Erwartungen die er Liebende in das setzt, das doch nicht mehr, aber auch nicht weniger sein sollte als ein Geschenk Wir sagen,wenn wir schenken, wir wollten nichts zurück Doch im Grunde unseres Herzens.... Und so ist es auch mit der Liebe, die doch einfach nur Liebe sein sollte, aus sich heraus gegeben...
Die meisten von uns haben von der Liebe eine sehr verklärte und romantische Vorstellung. KeinWunder. In den Texten der Liedermacher und Schriftsteller, in Filmen und Romanen wird die Liebe verklärt und als das höchste der Gefühle dargestellt. Da ist die Rede von Glück, Schmetterlingen im Bauch, inniger Zuneigung und jeder Menge Romantik. Die Realität sieht meist anders aus. Die mit der Liebe verbundenen positiven Gefühle sind nämlich meist nur in der Verliebtheits-phase da und diese dauert in der Regel aller höchstens ein Jahr - in den meisten Fällen jedoch nur einige Monate. Danach tritt an die Stelle all der wunderschönen Gefühle eine Routine, die die meisten Beziehungen erstickt. Die zwei Menschen leben dann wie auf Eisenbahnschienen nebeneinander her, ohne jemals wieder auch nur im entferntesten die Gefühle zu erleben, die sie in der Verliebtheits-phase verspürt haben. Mit Ausnahme der Phase der Verliebtheit empfinden wir in aller Regel das Gefühl der Liebe für einen anderen nur, wenn dieser uns das gibt, was wir möchten. D.h., Liebe ist im Grunde genommen etwas Egoistisches. Wir lieben einen Menschen nicht um seiner selbst willen, sondern immer nur, weil er uns gewisse Bedürfnisse und Wünsche erfüllt. Wenn der Partner unsere Wünsche nicht mehr erfüllt, beispielsweise den Wunsch nach Anerkennung, Sex, Zärtlichkeit, Verständnis, Zuwendung, etc., verwandelt sich unsere Liebe in Enttäuschung, Hass, Gleichgültigkeit. Mit anderen Worten: fast niemand ist zur bedingungslosen Liebe fähig, mal abgesehen von einigen Mönchen oder Buddhisten. Wir Normalsterblichen erwarten immer etwas, stellen Bedingungen an unsere Zuneigung zum anderen. Und werden diese Bedingungen nicht erfüllt, werden die Erwartungen enttäuscht, gibt uns der andere nicht (mehr), was wir uns von ihm erhofft haben, dann denken wir über eine Trennung nach. Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen. Das ist o.k. und wenn wir uns dessen bewusst sind, dann kann eine Partnerschaft funktionieren. Das bedeutet aber auch: wir müssen uns regelmäßig um den Partner bemühen und dafür sorgen, dass seine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Für das Gelingen einer Partnerschaft ist es entscheidend, dass wir und unser Partner uns einig sind in unseren Erwartungen und Vorstellungen. Und natürlich müssen wir bereit sein, die wichtigsten Bedürfnisse des anderen auch zu befriedigen. Erwartungen und Lebensziele können sich jedoch im Laufe der Partnerschaft ändern. Dann müssen wir nach einem neuen Konzept suchen, das beiden Zufriedenheit bringt oder die Trennung ist unausweichlich. Was bedeutet das nun für eine Partnerschaft? Es bedeutet, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn beide bereit sind, zu geben, zurück zustecken und Kompromisse zu machen. Eine gute Beziehung ist nie eine Einbahnstraße. Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden. Liebe ist etwas, das täglich Pflege braucht. Und so kann sich Liebe äußern: Liebe ist, wenn man den anderen so akzeptiert, wie er ist. Liebe ist, wenn man dafür sorgt, dass es dem anderen gut geht. Liebe ist, wenn man dem Partner zu-liebe ab und zu auf eigene Wünsche verzichtet. Liebe ist, wenn man in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhält. Kurzum: Liebe ist das, was man daraus macht. Und wer ist heute dazu bereit so viele Opfer zu bringen.