Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
Das Fenster in meinem (Wohn-)Karton der einzige Lichtblick: Beobachte, wie der Schwerenöter der Zeitungsfrau einen Blumenkohl hoffnungsvoll nachträgt...
Auf dem Weg zum Einkaufen begegnete mir die Zeitungsfrau. Sie trug einen Karton in der Hand, darin ein Blumenkohl. Ihr Mann Herbert hatte sich diesen zu Mittag gewünscht. Essen war für ihn mittlerweile der einzige Lichtblick, oder er saß am Fenster und schaute sich das Treiben auf der Straße an. Still und teilnahmslos. Herbert, der zu früheren Zeiten ein richtiger Schwerenöter, ständig unterwegs und mit Menschen zusammen war, fiel nach seiner Pensionierung in ein tiefes Loch, aus dem er trotz aller Bemühungen seitens seiner Frau, den Kindern, Verwandten und Bekannten nicht mehr hinausfand. Er hatte vorher bereits so viele Pläne gemacht, sodass er glaubte sein Rentendasein würde ein Traum...aber...dem war nicht so. Die Wirklichkeit sah anders aus!
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
"Oh, welch ein Lichtblick", dachte ich bei mir, als ich den Karton öffnete, den ich eben vom Dachboden geholt hatte. Alte Schulbilder sprangen mir entgegen, immer herrlich anzuschauen. Viele meiner ehemaligen Klassenkameradinnen- und kameraden waren heute in alle Winde verstreut, ausser dem Schwerenöter Ulli, er wohnt noch immer in unserem Dorf. Ebenso wie Stefanie, die unsere Zeitungsfrau ist. Allmorgendlich, pünktlich um 6.00 Uhr liegt die Tageszeitung im Briefkasten. Sie war bereits früher die Pünktlichkeit in Person, daran hat sich im Laufe ihres Lebens nicht`s geändert. Ich war so vertieft in den Anblick der Foto`s, so dass ich nicht bemerkte dass der Blumenkohl, welcher auf dem Herd stand, angebrannt war, bis der Geruch von Verbranntem mir in die Nase stieg. Ich nahm den Topf vom Feuer, öffnete das Fenster, und warf ihn hinaus. Er landete genau da, wo er jetzt hingehörte: Auf dem Misthaufen!
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
„Schwerenöter“ schrie die Zeitungsfrau dem Mann am Fenster entgegen, der seinen Kopf nur einmal kurz gezeigt hatte. Sie war wütend, schaute sich erregt nach allen Seiten um. Vor der Tür stand ein Karton mit einem Blumenkohl. Sie nahm ihn auf und schleuderte ihn mit voller Wucht dem besagten Fenster entgegen. Dabei schrie sie: „Du Lump, Du warst mein Lichtblick, meine Liebe. Du hast nichts von Deiner Frau und Deinen Kindern erzählt. Erstick nur an Deinen Lügen.“ Die Frau drehte sich um und verschwand in der Menschenmenge.