Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
Susanne machte sich auf den Weg zum nahegelegenen Bauernhof um frische Kartoffel und Gemüse zu kaufen. Und nicht nur das, denn der Jungbauer Florian hatte es ihr angetan, und vielleicht bekam sie ihn ja zu Gesicht?! Dort angekommen fiel ihr Blick sogleich auf ihn. Er stand neben der Pferdekutsche und war von lachenden Kindern umringt, von denen jedes einen Luftballon in der Hand hielt. Für einen Moment hielt sie inne, und betrachtete sich dieses wunderbare Bild aus der Ferne. Als er sie sah, winkte er sie heran. Dies war evtl. eine gute Gelegenheit ihr nahe zu kommen, dachte Florian bei sich, weil, ja weil...er hatte sich in sie verliebt, und wußte von Freunden, dass sie Kinder sehr mochte. Und tatsächlich, sie kam! Ihr Kommen war für ihn die Quelle überschäumender Freude. Die Schmetterlinge in seinem Bauch begannen zu tanzen, setzten Glückshormone frei. Er fühlte sich plötzlich wie im siebenten Himmel. Ihm schlotterten die Kniee, seine Hände waren trotz der Freude schweißnass. Florian ging ihr ein Stück weit entgegen, und es kam was kommen mußte: Vor Aufregung stolperte er und fiel.... in den Komposthaufen!
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
Eine Quelle voll von Glückshormone schüttet ein Komposthaufen aus, wenn treue Hände ihm im richtigen Moment mit Müll übergießen. Dann wäre dieser so leicht wie ein Luftballon und könnte in den Wolken schweben.
Gedanke dazu: Vielleicht kommt daher auch das Mistwetter?
hier mein Beitrag zu den Begriffen: Quelle, das Warenhaus (was es nicht mehr gibt) hat zum Schnäppchen-Tag geladen. Alles muss raus! Hände über Hände rangen in Wühltischen nach den Superangeboten. Immer wieder überkamen mich Momente, wo ich dachte , raus hier. Doch ich wollte mir die Gelegenhit nicht entgehenlassen und so nahm ich auch den Gestank ähnlich eines Komposthaufens, durch die vielen Gerüsche der vielen Leute, um michh erum in Kauf. Endlich, ich hatte ein Super Top von Ed Hardy zum Mega Knüllerpreis ergattert.Größe und Preis einfach supi, dachte ich. Glückhormone uberkamen mich und ich eilte zur Kasse, wo ich auch noch einen Luftballon als Dankeschön erhielt.
Es war ein wunderschöner Tag, an dem Ammelie ihren siebten Geburtstag feierte. All die ganzen Verwandten waren gekommen und hatten ihr Geschenke mitgebracht. Am liebsten hatte sie aber die Puppe von ihrer Oma Amanda. Es war eine große Puppe mit langen blonden Haaren und einem selbst genähten Kleidchen. Der Tag ging zur Neige und nach dem Abendbrot verabschiedeten sich die meisten Gäste. Ammelie rieb sich die Augen vor Müdigkeit. Bevor sie ins Bett gebracht wurde, suchte sie ihre Puppe, doch sie blieb verschwunden. Selbst ihr Bruder wurde von ihrer Mutti befragt, aber er blieb die Antwort schuldig. So kam es, dass Ammelie ohne ihre neue Puppe zu Bett gehen musste. Liebevoll streichelten die Hände ihrer Mutter die Tränen von den kleinen, runden Wangen. Langsam schlief das kleine Mädchen unter Schluchzen ein. Ammelie erwachte an einer klaren, von Blumen umringten Quelle. Verwundert schaute sie sich um und für einen Moment glaubte sie, sie würde träumen, aber nur für einen winzigen Moment. Ammelie stand auf, klopfte den Staub aus ihrem Kleid und folgte dem Weg, der aus Glitzersteinen zu bestehen schien. Wie sie sich über das Funkeln und Glitzern freute. Sie hüpfte von einem roten Steinchen zum nächsten und sang vergnügt. Plötzlich vernahm sie einen komischen Geruch. Neugierig lief sie weiter. Die Umgebung kam ihr jetzt bekannt vor. Sie war in ihrem geliebten Garten. Der Geruch, stellte sie fest, kam von dem Komposthaufen. Ammelie runzelte die Nase und hielt sie sich auch gleich zu. Das roch ja schlimmer als sonst. „Pfui, was für ein Gestank“, sagte Ammelie schnippisch. „Was schimpfst du so laut kleines Mädchen“, sprach eine tiefe Stimme. Erschrocken blickte sich Ammelie um. „Hier drüben, ich bin es, der Komposthaufen“. Verwundert sah sie den Komposthaufen an. Ihre Augen wurden ganz groß. Stotternd sagte sie:“Seit wann ... kannst du ... reden?“ Der Komposthaufen ging allerdings nicht auf die Frage ein, sondern sprach: „Ich habe hier etwas, dass nicht auf einen Haufen wie mich gehört. Ich glaube, du vermisst den Gegenstand schon. Dein Bruder hat das auf mich geschmissen, einfach so. So etwas tut man doch nicht.“ Plötzlich erwachte das Mädchen in ihrem Bett. Schnell lief sie die Treppen hinunter, vorbei an Mutti, die das Frühstück hinstellte, hinaus zum Komposthaufen. Dort fand sie die Puppe. Von Glückshormonen überschüttet, fing das kleine Mädchen an zu weinen. Betroffen lief ihr großer Bruder auf sie zu und entschuldigte sich. Hinter seinem Rücken zauberte er einen großen roten Luftballon hervor.
Angespanntes Schweigen vor dem Mikrophon. Unten auf dem Rasen liefern sich Deutschland und Italien einen Wettkampf, wie man ihn seit seligen Tagen nicht mehr erlebt hat. Endlich, der Stürmer Nikolas Mummelback gelangt in den Ballbesitz und scheint das Blatt für die im Rückstand liegende deutsche Mannschaft wenden zu können. Fast beschwörend, als könne jedes zu laute Wort das Spiel gefährden, haucht Heinrichsen, Sportkommentator der alten Schule, in sein Mikrophon: „Jetzt! Das, meine lieben Fussballfreunde ist der Moment ...“ „DAS“, tönt es aus dem Kopfhörer. Heinrichsen ist irritiert. Er sammelt sich und meint: „Hallo? Hallo Regie? Haben wir ein Problem?“ „ICH habe kein Problem“, bemerkt der Regisseur ein wenig herablassend. „ICH weiß, dass es nicht DER Moment, sondern DAS Moment heißen muss.“ „Ja, äh … das ist jetzt ein wenig unwichtig, denke ich.“ Ein lautes Auflachen lässt den Kopfhörer bedenklich knistern und knacken. „Heinrichsen, SIE denken? Wusste gar nicht, dass man mit einem Luftballon auf dem Hals denken kann.“ Säuerlich kommentiert Heinrichsen weiter das Spiel. Trotz des gerade gefallenen Tors für Deutschland wollen seine Glückshormone nicht so richtig in Schwung zu kommen. Dieser arrogante Mistkerl, denkt sich Heinrichsen und klatscht plötzlich in die Hände. Lange hatte er überlegen müssen, um eine passende Erwiderung zu finden. Bevor er jedoch seinen verbalen Gegenschlag abgeben kann, schimpft der Regisseur: „Heinrichsen, Sie Quelle unergründlicher Blödheit. Wir haben ein Tor geschossen. Deutschland hat gewonnen! Mensch! Vielleicht haben Sie die Güte und erzählen das mal den Radiohörern.“ Wie peinlich, denkt sich der Sportkommentator, das ist mir in den letzten dreißig Jahren ja noch nie passiert. So endet Heinrichsens Karriere auf unrühmliche Weise. Man sagt, er würde nun Komposthaufen umschichten und den Salatköpfen von Ausscheidungsspielen berichten. Aber das ist eine andere Geschichte.