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Dieses Thema hat 17 Antworten
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bernd Offline





Beiträge: 10.139


02.03.2010 22:30
Hier schreiben wir (Geschichte) Zitat · antworten

Bernd Rosarius
Der Weg vom Bett zum Fenster fiel ihm schwer, denn sein geschwächter Körper war von einer schweren Krankheit gezeichnet. Wenn er das Leben nicht mehr spüren konnte, so wollte er es zumindest sehen. Das pulsierende Leben draußen vor seinem Fenster, abseits seines Bewusstseins und fern seiner Identität. Harry war sein Name und Harry trieb sich an mit einer ungeheuren Energie. So stand er nun am Fenster und drückte seine fiebrige Stirn an den kalten Fenstergriff. Längst schon hatte er hinter sich die laute Stimme seines Freundes gehört, der wütend die Tür zu seinem Zimmer aufgerissen hatte. “Verdammt Harry, du sollst das Bett nicht verlassen!“ Harry zuckte die Schultern und lächelte gequält: „Sag mir Siggi, war ich wirklich so ein Ekel, das selbst im Angesicht des Todes, keines meiner vier Kinder zu mir gekommen ist? Was habe ich falsch gemacht Siggi? Sprich endlich! Lass uns reden!" Siggi legte seine Hand um Harrys Schulter und antwortete: "Du bist reich! Du hast viele Unternehmungen gehabt! Die Menschen haben dich nicht geliebt aber geachtet. Du warst aber selbst kein Menschenfreund, nicht einmal ein richtiger Vater.Wie war das noch gleich mit deiner ersten Frau? Warum hat sie sich das Leben genommen? Komm zurück ins Bett und wir reden." Harry nickte und ließ sich geduldig zurück auf sein Bett führen. Siggi zog sich einen Stuhl heran und entführte seinen Freund in die eigene Vergangenheit. Harry war jung,gutaussehend, intelligent und voller Lebenslust


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LeoBi

02.03.2010 23:47
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Wenn Siggi so überlegte, war es eben jene Lebenslust, die den Vater von vier fast erwachsenen Kindern immer noch jung wirken ließ. Die jungen Frauen, mit denen er sich dem Tod seiner ersten Frau immer lieber umgab, taten sicher ein weiteres. "Umgebe dich s mit Schönem und die Welt hält dich für schön! Umgebe dich mit Jugend und die Welt hält dich für jung!" Wie oft hatte Harry Siggi dieses Motto gepredigt, ein Glas Dom Prignon in der einen, mit mindestens edelberingten Fingern Hand, den Arm um eine oder mehrere Schönheiten gelegt. Und nun lag er hier vor Siggi Dem Tode nur knapp von der Schippe gesprungen und blickte den Freund aus glasigen Augen an. die Erwähnung des vermeintlichen Freitodes seiner ersten Gattin, Gefährtin seines Lebens von Kindesbeinen an, Erbin eines großen Vermögens nachdem Ableben ihrer Eltern durch einen Autounfall, schien Harry in eine Art Trance zu versetzen. Geistesabwesend ließ er es zu, dass der Freund ihm die dicken Kissen aufschüttelte und zurechtrückte. Selbst die hübsche Schwester die gerade eintrat um Hary seine Schmerztropfen zu verabreichen, würdigte er nicht eines Blickes. Selbst dann nicht als sie ihn wie zufällig mit den wohl manikürten schlanken Fingern an der Wange berührte, dabei entsprach sie ganz seinem Beuteschema:Feuerrote Lockenmähne, lange Beine, einen Mund, der in jedem Mann Wünsche französischer Art erwachen lieeß, grüne funkelnde Katzenaugen,

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Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden



Gast

03.03.2010 00:14
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Harry hatte die grünen Katzenaugen gesehen. Grün! Giftgrün. Die Blicke der Katze. Harry war erschöpft- müde- wollte zur ruhe kommen und doch: Er dachte an die Katze, diese Augen, diese unergründlich tiefen grünen Katzenaugen und vor seinem geistigen Auge standen die Pupillen dieser Frau. Nein, französische Träume hatte er nicht. Schweiß stand auf seiner Stirn. Diese Frau, was hatte diese Frau mit seinem Leben zu tun. Er musste sich erinnern. Seine Frau, ja seine Frau. Suizid? Hatte sie wirklich Suizid begangen? War er der Schuldige, hatte er sie in den Tod getrieben? Hatte er sie nicht geliebt? War das ausschweifende Leben, das er dann führte wirklich sein Leben, war es nach seinem Willen oder hatte er sich etwas vorgemacht um sie zu vergessen, sie, sie, die er so geliebt hatte? Warum hat sie sich das Leben genommen, gerade als.... Sie hatten so schön zusammen gesessen, hatten einander umarmt, sie hatte glücklich von ihren Kindern gesprochen, von ihrer heilen Welt. Ein Schellen an der Türe hatte sie auseinander gerissen, gerade als sie im Höhepunkt ihrer Liebe verschmelzen wollten. Hätten sie aufmachen sollen? Irgendein Pflichtgefühl hatte sie wohl dazu gebracht, irgendetwas Anerzogenes. Vor der Türe stand Siggi mit Rosen und der Flasche dieses grünen Liköres.



bernd Offline





Beiträge: 10.139


03.03.2010 08:54
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Bernd Rosarius
„Hallo Valerie“ sagte Siggi und streckte seine beiden Arme nach vorne als wolle er sich durch die Rosen und der Flasche mit dem grünen Likör vor einer schallenden Ohrfeige schützen. „Für dich“ beeilte er sich noch zu sagen, bevor Valerie seinen Arm mit dem Strauß Rosen nach unten drückte.
Sie schloss hinter sich die Tür. Nun sah Siggi in zwei funkelnde Augen: „Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst nicht mehr hierher kommen, es ist aus. Verstehe es endlich, es ist aus.“ Nervös wandte sie immer wieder ihren Kopf in Richtung Tür in Sorge ihr neuer Bekannter könne diese Szene im Treppenhaus mitbekommen. „Geh jetzt endlich oder soll ich buchstabieren?“ Eigentlich war Siggi auf diese Konfrontation vorbereitet und dennoch tat es ihm sehr weh. “Ich liebe dich noch immer Vali“ Die junge Frau drückte mit ihrer rechten Hand den ungebetenen Besucher in Richtung Treppenstufe, dann verschwand sie wieder in ihrer Wohnung, nicht ohne ein leises „verschwinde“ hinterher zu rufen. Als sie wieder in der Wohnung war, legte sie kurz ihren Kopf in den Nacken um einmal laut hörbar durchzuatmen. Sie richtete ihre Bluse und ging zurück in das Wohnzimmer zu ihrem Besucher. „Wer war das?“ wollte Harry wissen. Valerie antwortete lächelnd, in dem sie ihren Finger auf seine Lippen legte „sei nicht so neugierig“ dabei gab sie ihm einen zärtlichen Kuss auf die Wange.


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Gast

03.03.2010 11:27
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

"Ja", sinnierte Harri. "Ja, sie war so zärtlich. Dieser Kuss damals auf die Wange..." Als er fragte, was sich da eben abgespielt hatte, machte sie nur eine abwehrende Handbewegung und fiel ihm lachend in die Arme: "Ich liebe nur dich", betonte sie sehr heftig. Er stutzte und überlegte kurz, warum sie das Wort "nur" so betont hatte, aber dann lachte sie übermütig: "Komm, lass uns den Champagner trinken, auf unsere Liebe." Sie holte den Dom Pérignon aus dem Kühler, zwei neue Gläser, Erdbeeren... und lachte: "Jetzt lassen wir uns von niemandem mehr stören. Carpe diem. Und Harri fragte: "Trinkst du diesmal den Champagner pur, wie es diesem edlen Getränk zusteht oder soll ich wieder den Weinberg-Pfirsich holen?"
Schmunzelnd antwortete sie: "Och, weißte was, ich probiers mal mit einem Schuss des grünen Likörs, riecht nach Waldmeister." Sie wirbelte im Raum herum und sang: "Es grient so grien, wenn Spaniens Blieten bliehen." Und er musste lachen und sang: "Noch einmal, wann ergrünt das Grün?" Wie die Kinder tanzten und sangen sie herum: "Was macht das blöde Grün? Es grünt so grün..."
Auf einmal...



bernd Offline





Beiträge: 10.139


03.03.2010 12:20
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Noch einen Hinweis für unsere Gäste.
Es ist immer nur ein Beitrag pro Tag möglich.
Bitte lasst uns alle daran festhalten, damit unser System funktionsfähig bleibt.


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brave Gästin

04.03.2010 00:31
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Auf einmal schwankte sie, fiel rückwärts auf die giftgrüne Couch. Boing. Harri stand da wie angewurzelt, die Katze kam, sprang auf Valeries Schoß. Valerie stöhnte auf: „Siggi! Nein! Was hast du getan?“
Harry stand nur wie angewurzelt da, er verstand nichts, gar nichts. Wer war Siggi und was faselte Valery da nur? Wahrscheinlich hatte sie den Champagner zu schnell getrunken, vielleicht war sie zu aufgeregt oder hatte wieder einen ihrer epileptischen Anfälle. Oh, nein…



bernd Offline





Beiträge: 10.139


04.03.2010 09:23
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Oh, nein… murmelte er ein zweites und ein drittes mal, indem er ihr gleichzeitig mit einem Kreuzworträtselheft Frischluft zuwedelte. Er öffnete vorsichtig die zwei obersten Knöpfe ihrer Bluse, damit sie sich beim Atmen nicht eingeengt fühlte. Sie hatte die Augen geschlossen und mit jedem Atemzug hob und senkte sich ihre Brust gleichmäßig und ruhig. Harry sah in das blasse feingeschnittene Gesicht Valeris und seine Stimme klang brüchig und zaghaft. „Ich liebe dich doch, was ist denn los?“ Er wiederholte den Satz leise aber mit einem traurigen Unterton. Valeries Stimmung schien sich radikal geändert zu haben als sie ihre Augen aufschlug, mit ihren langen, leicht nach oben gebogenen Wimpern zweimal zu blinzeln versuchte als wolle sie sich ihrer Gegenwart erst bewusst werden. „Bitte Harry, es war schön mit dir aber ich möchte jetzt alleine sein.“ Sie stand vom Sofa auf, richtete mit flinken Fingern ihre Kleidung, ordnete kurz ihre Haare und gab Harry einen Kuss auf die Wange. “Ich rufe dich an“ sagte sie mit fester Stimme und schob Harry liebevoll in Richtung Tür. Irgendetwas schien mit ihr nicht zu stimmen dachte Harry als er sich außerhalb der Wohnung im Treppenhaus wiederfand. Verstärkt wurde seine Vermutung durch die Tatsache, das er sie in ihrer Wohnung weinen hörte.Gerade als er die Straße zu seinem Wagen überqueren wollte klingelte sein Handy.


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bernd Offline





Beiträge: 10.139


04.03.2010 17:42
RE: Hier schreiben wir Zitat · antworten

Liebe Gäste,
leider müssen wir immer wieder, gerade nachts feststellen,
das in vielen Beiträgen eine ernst gemeinte Teilnahme an unseren Aktionen
nicht gewährleistet ist.
Nachts sind die Kontrollmechanismen verständlicherweise nur begrenzt funktionsfähig.
Wir müssen dann morgens die Beiträge löschen.
Aus diesem Grund werden wir den Gästebereich von 21.00 Uhr bis 8.00 Uhr schließen.
Wir bitten um Verständnis und danken für Ihr Vertrauen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns tagsüber bei dieser schönen Wortspielerei weiterhin unterstützen.


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Gästin

04.03.2010 19:55
Hier scheiben wir Zitat · antworten

Mit zitternden Händen nahm er das Handy und hörte die weinende Stimme Valeries. „Bitte ruf einen Krankenwagen, schnell, bitte.“…. Den Rest verstand er nicht mehr, nur irgendwas von Siggi. Harry raste zurück, so schnell er konnte. Die Tür stand sperrangelweit auf, er eilte in die Wohnung, sah Valerie zusammengesunken auf dem Sofa und neben ihr kniete ein Mann, seinen Kopf in ihrem Schoß vergraben. Als er Harri sah, stand er auf, in seinen Augen stand eine Mischung aus Trauer und Hass. Er schrie: „Harry, Sie!!“ Dann wurde seine Stimme ganz leise, zischend und unheimlich und er flüsterte fast: „Was haben Sie getan? Alles ist Ihre Schuld, alles!!! Sie haben alles zerstört, absolut alles.“ „Was soll ich getan haben?“ , fragte Harry verzweifelt und raufte sich die Haare: „Was? Was denn?“ Der andere erwiderte: „Ich werde Sie nicht anzeigen, aber das, was Sie getan haben, wird Sie Ihr Leben lang begleiten. Was Sie auch tun werden und wie viel Sie auch versuchen werden, das Glück wird nie wieder zu Ihnen zurückkommen. Ein Fluch wird auf Ihnen liegen. “



bernd Offline





Beiträge: 10.139


05.03.2010 08:18
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Ein Fluch? Harry hatte sich sehr schnell aus seiner Erstarrung gelöst und nachdem er seinen Blick von der leblos auf dem Sofa liegenden Valerie zu dem ihm fremden aber sehr aggressiven Mann hat schweifen lassen, konnte er die Situation schnell erfassen. Mit der linken Hand griff er sein Handy und betätigte die Kurzwahltaste für den Notarzt. Mit der rechten Hand drückte er den immer noch sehr erregten Besucher aus Valeries Reichweite. Harry rief: „Wer sind sie? Warum haben sie nicht den Notarzt gerufen? Was sollen ihre Drohungen? Verschwinden sie oder ich rufe die Polizei.“ Harry wandte sich Valerie wieder zu und streichelte zärtlich ihre Wange. Sie öffnete die Augen und lächelte: „ o Harry“, dann legte sie ihren Kopf zur Seite und ihre Augen fielen auf Siggi.„O Siggi!“ Die beiden Männer sahen sich an.Siggi versuchte der Situation etwas positives abzugewinnen "Vali,er wollte dich töten, ich kam noch rechtzeitig dir zu helfen?" Harry tippte sich mit dem Zeigefinger bezeichnend an die Stirn und war froh, das diese heikle Situation durch das Eintreffen der Rettungsmannschaft beendet wurde.Valeries Abtransport und die Formalitäten mit dem Notarzt nahmen Zeit in Anspruch und erst danach stellte Harry fest, das der ominöse Siggi verschwunden war.Harry war allein in der Wohnung.Er kannte Valerie noch nicht sehr lange, hatte sich sofort in sie verliebt und nun? Er sah sich vorsichtig in der Wohnung um,öffnete eine Schranktür nach der anderen und zog die Schublade eines altdeutschen Sekretärs auf.


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Besucher

05.03.2010 12:15
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Die Schublade vom Sekretär schien zu klemmen aber mit einem kurzen Ruck, einer leichten Gewaltanwendung, ließ sie sich öffnen und den Inhalt schnell erkennen. Briefe, Postkarten, Rechnungen, alle schriftlichen Utensilien des täglichen Lebens fielen ihm entgegen. Der flüchtige Blick auf einige Kontoauszüge entlockte ihm ein leises „..Nichts drauf“. Gerade als er die Schublade schließen wollte entdeckte er auf einen Brief den Absender „Siggi“. Der Inhalt des Briefes, den er schnell überflog, ließ in ihm die Erkenntnis reifen, das dieser Siggi wohl ein sehr enges Verhältnis mit Valerie gehabt haben musste.Harry entdeckte noch etwas. Ein anderes Konto mit einem Zahlungseingang von zehntausend Euro und wieder als Absender Siggi.. Bevor Harry die Wohnung verließ, schaute er noch in den großen Flurspiegel um seine Haare zu richten. Er verharrte eine ganze Weile vor seinem Konterfei, schüttelte den Kopf und sagte laut: „Harry bist du ein Narr? Wer bist du eigentlich?“Wer war Harry nun? Ein junger Mann, Geschäftsführer in der Filiale seines Vaters, der erlesene Tabakerzeugnisse aus der ganzen Welt vertrieb. Sein Vater war streng und erbarmungslos, wenn es um die Durchsetzung seiner Belange ging.Harry fühlte sich nie geliebt und verstanden von seinem Vater, daher neigte er zu schnellen Liebesbeziehungen zu Frauen.Harrys Mutter war tot.Harry verließ die Wohnung, um sich per Telefon nach Valeries Befinden zu erkundigen.Er war froh, das es ihr besser ging.



bernd Offline





Beiträge: 10.139


06.03.2010 09:13
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Harry war glücklich als er telefonisch von Oberschwester Luise erfuhr, das es Valerie besser ging. Als er sie am nächsten Tag im Krankenhaus besuchen wollte konnte Schwester Luise ihm nur noch mitteilen, das Valerie in Begleitung eines Mannes, auf eigenen Wunsch das Krankenhaus verlassen hatte. Seinen Zorn ließ Harry sich nicht anmerken. Harrys Leben war nicht überraschungsarm Doch was ihm zuhause erwartete, sorgte für kurzfristige Sprachlosigkeit. Harry wurde von der Polizei in Garnisonsstärke erwartet. Der etwas untersetzte Kommissar, namens Peters, zuckte unaufhörlich mit dem rechten Auge. “Was werfen sie mir vor?“ wollte Harry wissen. Kommissar Peters ließ sich nicht lange bitten. „Ich verhafte sie wegen versuchten Mordes an Frau Valerie Roxis. Alles was sie jetzt sagen, kann gegen sie vor Gericht verwendet werden. Rufen sie ihren Anwalt an.“ Mit einem Seitenblick auf zwei Beamte murmelte der Kommissar gelangweilt „Abführen!“ Harry bat um die Genehmigung zu telefonieren, doch er rief nicht seinen Anwalt an, sondern seinen Vater. Harry fühlte sich immer im Schatten seines großen Vaters zurückgesetzt. Sein Vater war reich, besaß mehrere Tabakfilialbetriebe in Deutchland, Österreich und der Schweiz.Auch eine Tabakplantage in Brasilien nannte er sein Eigen.Seinem Sohn zeigte er die kalte Schulter. Er hatte ihm zwar die Position des Geschäftsführers übertragen aber ohne das Wohlwollen seines Vaters konnte und durfte er nicht frei atmen.


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Harry

06.03.2010 10:03
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Harrys Vater war außer sich vor Wut. Er hatte seinem Sohn den besten Anwalt an die Seite gestellt aber mehr zum Eigennutz als aus väterlicher Fürsorge. Auf Harry prasselten die Vorwürfe seines Vaters nieder, wie ein Schmied seinen Hammer zu schwingen gewohnt war.“Du bist ein Versager, ein Nichtsnutz, ein Looser, ein ewiger Verlierer.“ Diese Worte trafen Harry nicht mehr ins Herz, denn er war es gewohnt von seinem Vater mit diesen Begriffen gedemütigt zu werden. In ihm reifte die Erkenntnis, das er es irgendwann seinem Vater zeigen wollte. „Irgendwann Vater“ sagte Harry leise zu sich selbst: „Irgendwann Vater wirst du dir wünschen mich nie gezeugt zu haben.“ Aus der anfänglichen Traurigkeit wurde Wut und aus der Wut formte sich der Hass. Doch nun musste dieser Vater ihm helfen. Mit all seinen Beziehungen musste er ihn aus dieser misslichen Lage befreien. Harry hatte Zeit in der Untersuchungshaft nachzudenken und seine Sehnsucht nach Liebe und Verständnis realistisch zu überdenken. Wer war Valerie und wer war Siggi? Während Harry über die vergangenen Stunden sinnierte waren seine Anwälte nicht untätig gewesen.Mit einer angeschlossenen Detektei versuchten sie dem seltsamen Pärchen auf die Schliche zu kommen. Schnell wurde Siggi als Siegfried Fahlem aus Berlin identifiziert.Dort war er allerdings nicht mehr gemeldet. Er war mit unbekannten Ziel verzogen.



Besucher

06.03.2010 12:13
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

„Danke Vater das du mir geholfen hast, das du die Kaution bezahlt hast. Danke Vater für deine erbaulichen Vorträge. Danke Vater für alles.“ Harry sagte es, gab seinem Vater den Schlüssel von seiner Filiale zurück und fuhr fort: „Du sollst dich deines Sohnes wegen nicht mehr schämen.. Ich gehe und suche die beiden Betrüger und dann gehe ich meinen eigenen Weg und ich werde dir beweisen, das ich mehr zu leisten imstande bin als du es mir je zugetraut hättest. Leb Wohl Vater.“ Harry vermied es, sich auf eine Diskussion einzulassen. Er ging Wort und grußlos zurück in seine Wohnung um zu duschen. Den Staub aus dem Untersuchungsgefängnis abzuwaschen. Nur seine Seele konnte er nicht reinwaschen. Sie war in vielerlei Hinsicht verletzt. Auch seine Wohnung wollte er kündigen, die von seinem Vater bezahlt wurde. Er wollte nie wieder etwas mit seinem Vater zu tun haben. Er wollte jetzt nur noch suchen, nach Valerie und Siggi und eine Antwort auf die Frage bekommen,warum ausgerechnet er! In den folgenden Tagen besuchte Harry regelmäßig die Stätten, die er zuvor mit Valerie aufgesucht hatte. Darunter war auch die Bar "zum Goldenen Wort" Es war eine kleine, gemütliche, familiere Nachtbar, die von einer sehr netten und sympathischen Wirtin geleitet wurde.Eine Wirtin, Mutti wurde sie liebevoll gerufen, die für jeden Gast ein freundliches Wort und ein Lächeln parat hatte.Harry erzählte ihr sein Problem und die Wirtin versprach wachsam zu sein.



bernd Offline





Beiträge: 10.139


06.03.2010 12:55
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Liebe Gäste und Mitglieder des Forums.
Ich möchte nur noch kurz auf folgendes hinweisen.
Unsere „Mitschreib-Aktion“ im Forum ist für Jedermann/Frau gedacht,
die Lust und Spaß am Schreiben haben.
Es geht hierbei nicht um auf einem hohen literarischen Stand die Regelauslegung und das Lektorat zu bemühen.
Es geht hierbei um Fantasie und um Spontaneität.
Wir wollen ein kurzweiliges und humorvolles Programm bieten um möglichst viele Freunde für das Mitschreiben zu gewinnen und vielleicht zu begeistern.


Hier einmal die Zusammenfassung der Geschichte bis dato.

Der reiche alte, todkranke Harry bekommt keinen Besuch von seinen vier Kindern. Er schwimmt im Geld aber ist allein. Nur sein treuer Weggefährte und Freund Siggi ist bei ihm. Harry will wissen, ob er ein schlimmer Vater gewesen ist. Siggi setzt sich zu ihm an das Bett, um Harry die Geschichte von Harrys Leben zu erzählen, die auch ein Stück weit Siggis Geschichte ist.

***

Harry ein junger Mann, Geschäftsführer in einer Filiale seines Vaters wird von seinem Erzeuger nicht geliebt, nur gedemütigt.. Harry verliebt sich auf der Suche nach Zuneigung und Verständnis Hals über Kopf in Valerie Roxis.
Diese lädt ihn zu einem gemütlichen Abend zu sich nach Hause ein.
Die Zweisamkeit wird durch einen fremden Besucher gestört, den Valerie versucht an der Tür abzuwimmeln, damit Harry ihn nicht sieht. Das gelingt ihr zwar aber sie verändert sich danach. Sie wirkt krank, legt sich auf das Sofa und möchte den Abend vorzeitig beenden. Harry geht. Er ist noch nicht ganz bei seinem Auto angekommen, da ruft ihn Valerie per Handy zurück. Als er in die Wohnung kam, lag Valerie besinnungslos auf der Couch und ein fremder Mann, namens Siggi, beugte sich über sie. Siggi bezichtigte Harry des versuchten Totschlags. Valerie war aber nicht tot, es ging ihr nur sehr schlecht. Harry sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Krankentransportes. Zwischenzeitlich war der Siggi verschwunden. Als Harry sich am nächsten Tag persönlich im Krankenhaus nach dem Befinden von Valerie erkundigen wollte, erfuhr er, das diese in Begleitung eines Mannes freiwillig das Krankenhaus verlassen hatte. Zuhause wartete die Polizei auf Harry und verhaftete ihn wegen versuchten Totschlages. Sein reicher Vater sorgte mit einem guten Anwalt dafür, das Harry auf Kaution frei gelassen wurde. Der junge Mann wollte nicht mehr abhängig sein von seinem Vater und löste sich von ihm ganz, auch von Job und Wohnung. Harry wollte nur noch das seltsame Pärchen suchen um seine Ehre wieder herzustellen und dann wollte er seinem Vater beweisen, das er sein Leben meistern kann.


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07.03.2010 10:46
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Wachsam war von nun an auch Harry. Er wusste aus Erfahrung, das sich Menschen immer wieder gerne an ihre gewohnten oder bevorzugten Plätze zurückziehen werden. So dauerte es auch nicht sehr lange als ihm die Wirtin des „Goldenen Wortes“ telefonisch mitteilte, das ein Mann namens Siggi sich bei ihr recht ordentlich betrinken würde. Harry wartete das Ende des Gespräches nicht ab, sondern beeilte sich noch rechtzeitig die Bar zu erreichen, bevor dieser Mann ihm entwischen konnte. Dieser besagte Siggi war allerdings nicht in der Lage fortzulaufen. Er saß an der Theke, den Kopf auf den Oberarm gestützt und jammerte leise vor sich hin. Auf seiner Stirne perlten die Schweißtropfen und in seinem rechten Mundwinkel sammelte sich weißer Schaum. Harry setzte sich auf den Hocker direkt neben ihm, fasste ihn mit der linken Hand ungefragt an seinen nach hinten gebundenen Zopf und zog somit den Kopf des Mannes hoch. „Schau mich an Siggi,“ der Angesprochene kam dieser Aufforderung nur mühsam nach, dann lallte er: „ah Harry du hier?“ „Ja ich hier“ antwortete Harry in gleicher Tonlage. “Wo ist Valerie und was habt ihr mit mir gemacht?“Siggi lächelte verschmitzt als hätte er ein teures Geheimnis meistbietend zu verkaufen. “Gib mir einen Schnaps und noch ein Bier, noch ein Bier und noch ein Schnaps“ Siggi schien die Situation nicht zu erkennen und so zog Harry noch etwas kräftiger an dem Zopf, das der Gepeinigte einen Schmerzensschrei ausstieß. Nachdem Harry mit den Worten „rede endlich“ den Griff gelockert hatte sagte Siggi: „Sie hat mich betrogen. Sie hat mich um mein Vermögen gebracht und jetzt bist du dran. Ich bin eine Marionette geworden. Ich tue alles für sie. Ich will nur mein Geld zurück.“


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08.03.2010 07:52
RE: Hier scheiben wir Zitat · antworten

Obwohl Siggis Aussprache auf Grund des Alkoholkonsums schwer verständlich war und sein Kopf sich immer häufiger so stark zur Seite legte, das Harry befürchten musste, das sein Hals diese Wankelmütigkeit nicht mehr halten konnte, so verstand Harry doch jedes Wort. Siggis Geschichte war unglaublich und doch stand sie auf einem logischen Fundament. Harry ließ ihn reden und so lallte Siggi ungehemmt drauflos. „Ich habe mich in Valerie verliebt, sofort an dem Tag als ich sie kennen lernte, hier in dieser Bar. Sie hat es verstanden mir das Gefühl zu vermitteln, meine Probleme die ich zweifelsohne durch meine Scheidung und durch die Trennung von meinen Kindern hatte, auf ihren Schultern abladen zu können und sie mir das Gefühl gab verstanden zu werden. Wir verbrachten herrliche Wochen miteinander. Wir waren glücklich, so schien es mir. Irgendwann vermittelte sie mir unverhofft, das sie für kurze Zeit untertauchen müsste, da sie von zwei Gläubigern verfolgt würde, die bei ihr einen Zahlungsbefehl vollstrecken wollten. Natürlich war an dieser finanziellen Misere nicht sie Selbst Schuld, sondern unglückliche Umstände und selbstsüchtige falsche Berater.
Sie nannte mir eine Summe von zehntausend Euro. Ich verliebter Esel bot ihr an zu helfen.Sie zierte sich, wollte davon nichts wissen und über Geld zu sprechen, wäre doch ein Hemmschuh in ihrer großen Liebe zu mir." Siggi holte tief Lust und fuhr fort,nicht ohne sich schnell noch einen großen Schluck zu genehmigen."Jetzt kommt es......"


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